Dahme, Spree und Oder

Von Seen geprägt sind die Landschaft und die Gewässer südöstlich Berlins. Die meisten von ihnen sind langgezogen und gehen ohne die sonst üblichen Kanalverbindungen ineinander über. In Köpenick mündet die Dahme in die Spree. Wer hier abbiegt und der Dahme gegen die mäßige Strömung folgt, spürt mit jedem Meter, wie Berlin langsam im Kielwasser verschwindet und die Natur zur herrschenden Kraft wird. Diese Ruhe dicht an der Hauptstadt kann man teilweise sogar ohne Bootsführerschein als Skipper erleben.

Wer auf der Spree-Oder-Wasserstraße weiterfährt, erreicht über Eisenhüttenstadt die Oder, die hier Grenzfluss zwischen Polen und Deutschland ist. Grenzkontrollen gibt es seit 2008 nicht mehr. Sandbänke und Buhnen bestimmen das Flussufer bis zur Doppelstadt Frankfurt/Slubice. Die Stadt hat viel an junger und alter Kultur zu bieten, so dass ein Landgang lohnt. An der Warthemündung bei Küstrin vorbei führt die Oder weiter durch naturbelassene Flussauen, vereinzelte Uferwälder und das Oderbruch. In Hohensaaten geht es dann weiter zum Stettiner Haff oder man biegt vorher nach Westen in Richtung Berlin oder zur Müritz ab.

Törnvorschläge

führerscheinfrei

Rundtörn: Bad Saarow - 7 Tage

Zeuthen - Bad Saarow - Teupitz und zurück

7 Tage / 149 km / 8 Schleusen

führerscheinpflichtig

Rundtörn: Köpenick - 3 Tage

Zeuthen - Rüdersdorfer Gewässer - Köpenick und zurück

3 Tage / 90 km / 0 Schleusen

Rundtörn: Berlin-Oder - 10 bis 14 Tage

Zeuthen - Fürstenwalde - Eisenhüttenstadt - Frankfurt - Oderberg - Oranienburg - Berlin - Zeuthen

10-14 Tage / 344 km / 10 Schleusen

Alle für die Vorbereitung und Durchführung nötigen Informationen finden Sie auf der Webseite: www.berlin-oder-umfahrt.de

Hauptbahnhof

Kanzleramt

Regierungsviertel

Südlich der Hauptstadt

An der Berliner Stadtgrenze beginnt im Süden die Dahme-Seenkette. Die grünen Ufer von Zeuthener See und Sellzugsee täuschen darüber hinweg, dass gar nicht weit vom Wasser entfernt im Schloss Königs Wusterhausen (in den Räumen des Tabakkollegiums von Friedrich Wilhelm I.) deutsche Geschichte geschrieben wurde. Auch die ersten Jahre des Radios wurden maßgeblich von Königs Wusterhausen aus bestimmt. Eines der schönsten Nebengewässer der Spree sind die Rüdersdorfer Gewässer mit ihren klaren Seen - ein ideales Baderevier mit dichtbewaldeten Ufern.

 

Bei Prieros wird jede Bootscrew vor die Wahl gestellt: Nach rechts in die stillen Teupitzer Gewässer und das Schenkenländchen? Nach links Richtung Storkow, wo man über mehrere Seen und von Seerosen gesäumte Kanäle schließlich Fontanes Märkisches Meer, den Scharmützelsee, erreicht und im Kurort Bad Saarow medizinische Behandlungen oder Wellness genießen kann? Oder geradeaus auf der Dahme nach Märkisch Buchholz? Durch den grenzenlosen Bootsverkehr, der seit der Wiedervereinigung möglich ist, hat die Region an den Märkischen Wasserstraßen südöstlich von Berlin einen enormen Aufwärtstrend erlebt. Das Beste: Sie können die schönsten Wasserwege der Region auch ohne Bootsführerschein mit der sogenannten Charterbescheinigung erkunden.

Südöstlich der Hauptstadt

Da, wo Berlin aufhört, in Schmöckwitz, trennt sich die Spree-Oder-Wasserstraße von der Dahme. Nach einer Pause im Seddinsee geht es von der Schleuse Wernsdorf auf Kanalfahrt nach Osten. Fürstenwalde mit seinem fünfhundertjährigen Dom und den vielen Spiel- und Spaßangeboten für Kinder ist ein lohnender Zwischenstopp auf dem Weg in den Spreewald. Über den Abzweig in den Neuhauser Speisekanal ist schnell die nächste Seenkette erreicht, die zum Schwielochsee in die Niederlausitz führt. Dieser See ist aufgrund seiner Sackgassenlage ein wenig befahrenes Gewässer. Trotzdem gibt es eine gute Infrastruktur aus Häfen und Orten.