Braunsberg

Braunsberg, 1250 von Johannes Flemming aus Lübeck gegründet, erhielt bereits 1252 Stadtrechte und lag als Mitglied der Hanse in Konkurrenz zu Danzig und Elbing. Ab 1260 war hier das ermländische Domkapitel und bis 1340 ein fürstlicher Bischofssitz. In den 1270ern zerstörten einheimische Prussen grosse Teile der Ansiedlung, dies konnte jedoch Braunsbergs Aufstieg zu einem wichtigen Seehafen und zum Hauptwarenumschlagsort des Fürstentums nicht stoppen.

 

Vor allem der Leinen- und Lederhandel machte die Bürger im Laufe der Jahrhunderte wohlhabend. Während das umliegende Preussen während der Reformationszeit 1525 evangelisch wurde, konnte der ermländische Bischof die Stadt wieder an die katholische Kirche binden. So entstand hier im Zuge der Gegenreformation das erste Jesuitenzentrum.

 

Weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt ist mittlerweile wieder die Kirche St. Katharina, die in fast hundertjähriger Bauzeit zwischen 1343 und 1442 entstand. Benannt nach der Heiligen Katharina von Alexandrien, fiel die Kirche als "kriegswichtiger Punkt" leider dem 2. Weltkrieg zum Opfer. Die Wehrmacht sprengte sie auf der Flucht vor den heranrückenden Sowjets. Heute jedoch erstrahlt sie - von den neuen Bewohnern Braunsbergs/Braniewos wieder aufgebaut - im alten Glanz. Nur die in den wochenlangen Kämpfen zerstörte Altstadt konnte bisher nicht wiederhergestellt werden.

 

Es gibt ein Denkmal für die heilg gesprochene Regina Protmann (1552-1613). Sie gründete den katholischen Katharinenorden, benannt nach der Heiligen Katahrina, der Schutzpatronin ihrer Heimatstadt Braunsberg.